|
Mein Deutsches Expeditionsmesser (German Expedition Knife) nutzte ich 20 Jahre und ich kannte kein besseres Messer!
Mit der Firma The Original Eickhorn Solingen Company Ltd. gelang mir die Weiterentwicklung. Damit entstand eine neue Variante dieses extrem - bewährten Gebrauchsmessers, das GEK 2000 (German Expedition Knife).
Neben den klassischen Verwendungen hat es mir in prekären Situationen auch als Meißel, Steighilfe, Klemmkeil, Brecheisen, Speerspitze und Wurfanker gedient. Dabei hat es diese ungewöhnlichen Verwendungen und Belastungen mit Bravour ertragen.
Die jahrzehntelang bewährten Messerproportionen
- achsiale Positionierung der Klingenspitze,
- effizienter Schneidensinus, damit erhält der Hieb mehr Schnittwirkung,
- Relation des Schneidensinus zur abgewinkelten Rückenschärfe,
- keine Fehlschärfe,
- einseitiger Parierschutz,
- durchbrochener Griff,
- machetenartiger Griffabschluss,
- rückseitige Schlagfläche,
wurden beim GEK 2000 übernommen.
Mit dem Böhler K 110 (D2 - Stahl, HRC 59) haben wir uns hinsichtlich der außergewöhnlichen Schnitthaltigkeit und der hohen Belastbarkeit für eine optimale Materialvariante entschieden.
Der hintere Klingenrücken wurde für den druckvollen Schnitt, mit einer griffigen Daumenauflage versehen.
Die Korundbestrahlung vermeidet unerwünschte Lichtreflexe.
Durch die Verwendung von Aluminium - Griffschalen konnte das Gewicht von 370 g auf 280 g reduziert werden. Die so erreichte Kopflastigkeit intensiviert deutlich die Hiebwirkung.
Das Griffende wurde mit einer zusätzlichen Bohrung zur Aufnahme einer Handschlaufe oder einer Sicherungsschnur ausgestattet.
Das German Expedition Knife 2000 wird in zwei unterschiedlichen Ausführungen gefertigt:
a) Mit klassisch gerader, durchlaufender Schärfe.
b) Mit partiellem, 45 mm langem Wellenschliff.
Das GEK 2000 wird in einer schwarzen Köcherscheide aus hochwertigem Kernleder geliefert. Das Produkt ist erprobt, bewährt und ausgereift! Ein indianischer Scheidentyp lieferte die Grundlage dieser Produkt - Entwicklung. Da ich unter Berücksichtigung aller erdenklichen Körperpositionen und eigener Erfahrungen, die Crossdraw - Trageweise für die Sinnvollste halte, wurde das Trageprinzip übernommen.
Diese Messerscheide bietet die gewünschte, leichtgängige Sicherheit. Ihre Befestigungsweise gewährleistet immer den gleichen Sitz und damit eine konstante Messer - Griffposition, sodass jeder "blinde" Zugriff gelingt. Für den kurzzeitigen Gebrauch läßt die Messerscheide sich auch hinter den Gürtel klemmen. Um diese alternative Trageweise sicher zu ermöglichen, wurde die Messerscheide im oberen Drittel mit einer hakenartigen Scharte versehen. Als Verschluß wurde ein kräftiger Druckknopf im Griffbereich platziert. Im routinierten Einsatz ist der Druckknopf nicht unbedingt erforderlich, er bietet aber Pessimisten eine zusätzliche Sicherheit.
Ein paar Worte zu den Aluminium - Griffschalen.
Im September 2008 war ich mit drei Leuten mehrere Tage an und in einem Gletscher. Wir haben dort die neuen GEKs als hilfreiche Werkzeuge eingesetzt. Da Handschuhe während unserer Aktivitäten hinderlich bzw. nass und damit rutschig waren, haben wir uns der Werkzeuge und auch der Messer mit bloßen Händen bedient. Dabei habe ich keine Beeinträchtigung durch Kälte festgestellt und auch von den Anderen nichts dergleichen, auch nicht beiläufig, erfahren. Schließlich handelt es sich bei den Griffschalen nicht um Vollmaterial sondern um relativ filigrane Rahmen von geringer Masse, somit wird diese geringe Substanz nicht zu einem nennenswerten Kältespeicher sondern wird sofort von der Hand erwärmt. Bei der Wahl dieses Materials favorisierte ich die soliden Eigenschaften des Aluminiums und dessen Leichtigkeit gegenüber allen anderen Alternativen. Diese Abwägung basierte auf meinen persönlichen Erfahrungen, wobei ich gelegentlich mein Messer mit einem Hammer oder der Rückseite eines Beils irgendwo hinein treibe, mein Messer landete auch bereits unplanmäßig in der Glut des nächtlichen Campfeuers und unter die Räder eines Trucks. Solche meist ungewollten Auswüchse hätten jeden konventionellen Messergriff zerstört und damit hätte ich, fern der Zivilisation, ein größeres Problem gehabt. Dem habe ich mit dem alten Expeditionsmesser bereits vor zwanzig Jahren vorgebeugt. Da ich aber eine erhebliche Gewichtsreduzierung plante, habe ich mich letztlich für die Verwendung der Aluminiumgriffschalen entschieden.
Ich möchte auch weiterhin nicht auf die "ärgerlichen" Situationen da draußen verzichten, dementsprechend stehen der hohe Nutzwert und die absolute Zuverlässigkeit des Messers für mich ziemlich hoch auf meiner Interessenliste.
Messerdaten:
Gesamtlänge: 295 mm
Klingenlänge: 175 mm
Klingenstärke: 5 mm
Stahl: Böhler K 110
Härtegrad: HRC 59
Gewicht: 280 g
Made in Germany
Preis:
Ausführung A, mit klassisch durchlaufender Schärfe, 194,- €
Ausführung B, mit 45 mm langem Wellenschliff, 204,- €
Ein paar unabhängige Worte zu diesem Messer finden Sie auch hier im Tacticalforum.de
|