Feuer für Unterwegs Drucken E-Mail
Einen „Firesteel“ halte ich für ein gelungenes Spielzeug mehr nicht. Im normalen, alltäglichen Leben schleppe ich so etwas nicht mit mir rum, daher wird es mir kaum in einer unvorhergesehenen Survivalsituation nützlich sein können. Zudem benötige ich für die damit erzeugbaren Funken auch qualifiziertes Zundermaterial, d.h. es müssten bereits zwei Komponenten am Mann sein oder zur Verfügung stehen, um letztlich eine Flamme zu produzieren. Abseits aller Pfadfinderromantik betrachte ich das im Jahre 2011 als anachronistische Spielerei.

Ein aus freundschaftlicher Verbundenheit geschenktes Zippo mit Feldjägerstern liegt immer auf meinem Schreibtisch. Die relativ kurze Brenndauer ist lästig und das Benzinreservoir ist zu schnell leer, daher nehme ich es beinahe nie außer Haus mit.
Streichholzschachteln verursachen störende Geräusche (Jäger) bevor sie in der Hosentasche zerdrückt werden und damit in der Dunkelheit oder in stressigen Situationen nur schwierig zu gebrauchen sind. Grobmotoriker, Ungeübte u. kalte Hände lassen Streichhölzer schnell zerbrechen.
Im täglichen Leben favorisiere ich die überall erhältlichen BIC - Feuerzeuge. Im Busch habe ich eines am Mann und ein weiteres im Rucksack. Selbst wenn sie nass sind, werden sie kurzzeitig wieder verwendbar. Auch wenn kein Gas mehr vorhanden ist kann man mit Hilfe des Feuersteins und des Reibrades genügend Funken erzeugen um damit Zundermaterial zu entflammen. Diese Feuerzeuge sind wesentlich leichter und effizienter als Firesteelsysteme, dauerhafter als Zippos und verlässlicher als Streichhölzer. Ich kenne dazu keine gleichqualifizierte Alternative.
Als "wilden" Zunder favorisiere ich z.B. die weiße, baumwollartige Behaarung auf Distelblüten, sie steht im 2. Halbjahr mehrere Monate zur Verfügung. Ähnliches Material findet man auch auf etlichen anderen Pflanzen. "Zivilisierten" Zunder gewinne ich aus einem Stückchen Hanfschnur oder einigen Textilfäden einer baumwollenen Jeanshose.

 
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